Weltblutspendetag: Mehr Miteinander!

Um die Blutversorgung auch über den Sommer zu sichern

Jedes Jahr am 14. Juni macht der Weltblutspendetag auf die Bedeutung des Blutspendens aufmerksam. Blutspenden kann Leben retten und dafür werden dringend Spender benötigt. Dieser Tag soll Menschen daran erinnern, dass nur durch regelmäßiges Blut- und Plasmaspenden die Versorgung mit Blutprodukten in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen stabil gehalten werden kann. Und er soll auch die Menschen motivieren, die noch nie Blut gespendet haben, doch jetzt damit zu beginnen. Denn jede Blutspende ist wichtig und mit nur einer Blutspende können bis zu drei Leben gerettet werden.

Der Weltblutspendetag ist jedoch nicht nur ein Tag des Appells, sondern auch des Dankes an alle Menschen, die durch ihr regelmäßigen Blut- und Plasmaspenden schon seit Jahren einen großartigen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Denn nur durch dieses Engagement können Schwerstkranke und Verletzte überhaupt mit Blutprodukten versorgt werden und manche Empfänger erhalten mit einer Bluttransfusion überhaupt die Chance auf ein Weiterleben. Blutspenden sind z. B. zur Versorgung von Krebspatienten (19%), für Menschen mit Herzerkrankungen (16%) oder Magen- und Darmerkrankungen (16%), bei Blutarmut und Blutkrankheiten, bei komplizierten Operationen, Transplantationen oder bei schweren Unfällen im Straßenverkehr lebensnotwendig. Ungefähr alle sieben Sekunden wird in Deutschland eine Blutspende benötigt. Das sind 15.000 Blutkonserven täglich. Einige Empfänger benötigen ganz dringend Vollblutspenden. Andere Empfänger benötigen einzelne Blutbestandteile, wie z. B. Erythrozyten (die roten Blutkörperchen), Thrombozyten (die Blutplättchen), das Blutplasma oder auch Blutstammzellen. Der Bedarf an Blutkonserven ist hoch. Eine Blutkonserve ist nur 49 Tage haltbar. Eine Vorratshaltung ist deshalb nicht möglich.

Zwei von drei Deutschen sind mindestens einmal in ihrem Leben auf das Blut eines anderen Menschen oder daraus hergestellten Medikamenten angewiesen. Aber in Deutschland spenden nur weniger als fünf Prozent der Bevölkerung Blut. Um eine stabile Versorgung leisten zu können, bedarf es aber der Solidarität vieler regelmäßiger Spender.

Die bevorstehenden Sommermonate mit hohen Temperaturen, Ferienbeginn und Reisezeit sorgen jedes Jahr dafür, dass noch weniger Menschen Blut spenden gehen. Die einen sind im Urlaub, die anderen scheuen bei Hitze den Gang zur Blutspende. Aber Blutspenden werden an jedem Tag im Jahr dringend benötigt. Durch hohen Reiseverkehr steigt auch die Zahl der Verkehrsunfälle und noch mehr Menschen benötigen Blutkonserven. Hinzu kommen Urlaubsrückkehrer, die durch ihre Aufenthalte in tropischen Ländern teilweise nicht sofort wieder Blut spenden können.

Der demografische Wandel verschärft die Herausforderungen für die Blutspende. Die Bevölkerung in Deutschland altert zunehmend. Immer mehr Spender fallen nach und nach aus Altersgründen weg, weil sie erkranken und Medikamente nehmen müssen, die eine Blutspende nicht mehr möglich machen. Aus langjährigen Spendern werden manchmal auch Empfänger. Während derzeit noch überwiegend die geburtenstarken Jahrgänge bereit sind, regelmäßig Blut zu spenden, zeichnet sich im Hinblick auf jüngere Blutspender ein gesellschaftliches Problem ab. Denn nachkommende Generationen werden kleiner, weil die Geburtenrate sinkt und damit auch die Zahl der Erstspender. Und junge Menschen spenden seltener Blut. Gründe dafür sind oftmals Lebensentwürfe und ein anderer Lebensstil. Erschwerend hinzu kommt, dass nicht jeder, der Blut spenden möchte, z.B. auf Grund von Vorerkrankungen auch zur Blutspende geeignet ist.

Fazit: Die Blutversorgung liegt auf den Schultern einer immer kleiner werdenden Gruppe engagierter Spender. In der Blutbank des Suhler Blutspendedienstes ist der Konservenbestand oftmals niedrig. Nicht nur zum Weltblutspendetag sondern auch wegen der Versorgung in den bevorstehenden Sommerferien müssen ausreichend Vorräte an Blutpräparaten zur Verfügung stehen.

Um die Vorräte wieder aufzustocken, bittet der Suhler Blutspendedienst alle Menschen ab 18 Jahren um Unterstützung. Spenden Sie Blut oder/ und Plasma oder beginnen Sie jetzt mit dem Blutspenden!

Voraussetzungen für das Spenden von Blut und Plasma: Spenden kann jeder Erwachsene ohne relevante Vorerkrankungen ab 18 Jahren. Mit dem Wegfall der Altersobergrenze ist das Alter kein Ausschlussgrund von der Blutspende. Frauen dürfen vier Mal, Männer sechs Mal innerhalb von 12 Monaten Vollblut spenden, wobei ein Abstand von mindestens 8 Wochen zwischen zwei Spenden eingehalten werden muss. Das Spenden von Blutplasma ist bis zu 60-mal im Kalenderjahr möglich. Vor jeder Spende werden Blutdruck, Puls und Temperatur gemessen sowie für die Spende notwendige Gesundheitsfragen geklärt. Blutspenden haben auch gesundheitliche Vorteile: Das eigene Blut wird erneuert und sie können sich auf erhöhten Blutdruck positiv auswirken.

Bitte zu jeder Spende den gültigen Personalausweis oder Reisepass mitbringen.

Text, Fotos: Institut für Transfusionsmedizin Suhl gGmbH

Adressen und Öffnungszeiten der Blut- und Plasmaspendezentren und Termine mobile
Blutspende: www.blutspendesuhl.de, Facebook/blutspende123, Instagram/blutspendesuhl