„Salome“

Zum letzten Mal
am Samstag, 13.01., ab 19.30 Uhr, Großes Haus


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„Schreckliches wird geschehen“, verspricht ein Page – und er soll Recht behalten. Bereits Oscar Wildes Vorlage führt anhand der biblischen Episode um die judäische Prinzessin Salome ein dekadentes Sittengemälde des Fin-de-Siècle vor, in dem eine morbide Gesellschaft übersättigt zerfällt: Inmitten eines Umfelds, das keinerlei moralische Grenzen mehr kennt, ist die exzentrische Salome von der Askese des von Stiefvater Herodes gefangenen Propheten Jochanaan fasziniert. Um seinen Widerstand zu brechen, treibt sie ihre erotischen Verführungskünste bis zur Ekstase – doch der Unberührbare verweigert sich. Zum Äußersten getrieben, fordert Salome als Preis für einen orgiastischen Tanz den Kopf des Jochanaan von Herodes. Voller Entsetzen befiehlt dieser das grausame Opfer. Entseelt küsst Salome den Mund des Gerichteten.

Mit schillernd-irisierenden Farben, einem motivischen Geflecht, das seine Fäden von reiner Unschuld bis zu lasziver Perversion spinnt, sprengt Richard Strauss tonale Konventionen und provozierte mit der Dresdner Uraufführung 1905 einen handfesten Skandal. Gleichzeitig verschaffte „Salome“ dem Komponisten schlagartig den internationalen Durchbruch.


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Karten für die letzte Vorstellung sind noch an der Theaterkasse (03693-451222) oder über die Internetseite des Theaters (www.staatstheater-meiningen.de) erhältlich.

Text: Staatstheater Meiningen; Foto: Szenenfoto aus „Salome“ mit Lena Kutzner und Alex Kim. (Fotograf: Michael Reichel)