Ab Ende des Jahres können Theaterbesucher den ersten Rang und das Foyer über einen Fahrstuhl erreichen
Es tut sich was am Großen Haus des Staatstheaters Meiningen: Noch in diesem Jahr wird ein Außenaufzug an der Stadtseite errichtet, geplant ab Ende November kann dieser dann auch vom Publikum genutzt werden. Der Aufzug wird zwei Ebenen anfahren – das Parkett mit dem Vestibül sowie den ersten Rang mit dem Foyer. Bislang war der festliche Saal im Obergeschoss, in dem zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, nicht barrierefrei zugänglich. Das soll sich ändern.
Die vorbereitenden Arbeiten im Gebäude wie das Versetzen der Heizkörper und auch des Garderobentresens im Parkett begannen bereits im Februar. Außerdem wurden zwei Fensteröffnungen zu Türöffnungen für den künftigen Aufzug erweitert. Zeitweise war hierfür auch ein Außengerüst angebracht. Dieses war vor dem Bühnenball wieder zurückgebaut worden. Ende Mai geht es weiter mit den Tiefbauarbeiten, wenn der Spiel- und Probenbetrieb im Sommer ruht, wird der Aufzugschacht gesetzt.
Der neue Aufzug des Staatstheaters Meiningen wird anders als der Aufzug am Schloss Elisabethenburg nicht aus Glas gefertigt werden, sondern eine Verkleidung erhalten, die sich in die vorhandene Fassade des Gebäudes von 1909 einfügt. Hierfür wird die Stahlkonstruktion nach entsprechender Dämmung mit Putzträgerelementen versehen und schließlich verputzt. In enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde wurden fassadengliedernde Elemente sowie Farbgebung festgelegt. Diese Arbeiten sowie die Gestaltung des Übergangs in das Haupthaus einschließlich neuer Türen wird nach der Sommerpause erfolgen.
In den Aufzugbau wird ein Schacht für die neue Zuluft für das Große Haus integriert. Außerdem werden neben dem Außenaufzug auch zwei neue Parkplätze für Menschen mit Behinderung ausgewiesen, drei weitere befinden sich bereits auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite, der Feldseite. Das denkmalgeschützte historische Gebäude verfügt bislang über keinen Personenaufzug.
Text, Foto: Staatstheater Meiningen


