Öffnet die Hohe Warte wieder ihre Tore?

Der hohe Investitionsbedarf soll mittels Fördermittel gestützt werden. Frage zum Betreibermodell bleibt offen

Die Gemeinde Elgersburg hatte für den 12.12.2025 Vertreter der VG Geratal, der Elgersburger Ritterschaft e. V. (= Förderverein der Hohen Warte) und der ThüringenForst – AöR sowie MdL Andreas Bühl in den Kaiserhof eingeladen, um noch vor dem Jahreswechsel über die weitere Entwicklung der Hohen Warte zu beraten. Elgerburgs Bürgermeister Mario Augner informierte über erste Rechercheergebnisse zu Fördermöglichkeiten. Katharina Bloß vom Forstamt Frauenwald berichtete über Gespräche mit verschiedenen Behörden zu zukünftigen Nutzungsbedingungen. Es wurden intensiv mögliche Eigentums- und Betreibermodelle sowie die hierfür denkbaren Finanzierungen der Instandsetzung der Gaststätte und des Aussichtsturms diskutiert.

Hoher Investitionsbedarf

Angesichts des hohen Investitionsbedarfs für die Sanierung des Gebäudeensembles wird eine Kofinanzierung durch Fördermittel als unabdingbar eingeschätzt. Sonst wird ein dauerhaft wirtschaftlicher Betrieb nicht initiiert werden können. Für die im Jahr 2026 zu gehenden Schritte wurden die nächsten Aufgaben identifiziert und unter den Teilnehmenden verteilt. Es müssen u. a. Konzepte entwickelt und abgestimmt werden, um überhaupt erfolgversprechend Förderanträge stellen zu können. Auch die Sicherung der angegriffenen Bausubstanz wird bis zu einer möglichen Sanierung eine Daueraufgabe bleiben. Die Beteiligten sind sich einig, dass alle Anstrengungen unternommen werden sollen, um die Ausflugsgaststätte und den Aussichtsturm der Öffentlichkeit möglichst bis 2028 wieder zugänglich zu machen.

Beliebtes Ausflugsziel in der Region

Die Hohe Warte, ein in der Region beliebtes Ausflugsziel im Staatswald des Forstamtes Frauenwald, war seit der Wende an die Gemeinde Elgersburg verpachtet. Deren Unterpächter hatte aus Altersgründen Ende 2024 eine Fortführung des Gaststättenbetriebs ausgeschlossen. Zur Fortführung des Betriebs sind laut einem Gutachten allerdings umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in Höhe von rund 2,7 Mio. Euro erforderlich. Alle Beteiligten hoffen somit auf eine zielführende und wohlwollende Unterstützung aller beteiligten Behörden und Institutionen, sowie die politische Unterstützung für die touristische Zukunft unserer Region.

Text: Sproßmann; Foto: Neitzke